FÖRDERVEREIN OBERHAUSMUSEUM E.V.
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In direkter Nachbarschaft zur Veste

2/7/2026

 
BildFoto: Petra Puhane
Die Sportanlagen auf Oberhaus standen im Mittelpunkt der jüngsten Exkursion des Fördervereins des Oberhausmuseums. Christian Geier vom Amt für Schulen und Sport der Stadt Passau führte die Teilnehmenden über das Gelände und vermittelte interessante Einblicke in Planung, Betrieb und Pflege der modernen Sportstätten.
Den Auftakt bildete die große Sportanlage in unmittelbarer Nachbarschaft der Veste Oberhaus. Nach zweijähriger Bauzeit wurde sie 2024 wieder eröffnet und präsentiert sich heute auf dem neuesten Stand der Technik. Die umfangreiche Sanierung stellte eine Investition in Millionenhöhe dar. Neben dem Naturrasenfeld mit moderner Bewässerungsanlage sorgen unter anderem ein Mähroboter und zeitgemäße Pflegekonzepte für optimale Bedingungen auf dem Spielfeld und der 400-Meter-Laufbahn.
Der zweite, etwas kleinere Bereich auf Oberhaus dient vor allem dem Schulsport, steht außerhalb der Unterrichts- und Vereinszeiten aber auch der Allgemeinheit zur Verfügung. Basketball- und Volleyballfelder bieten hier vielfältige Möglichkeiten für den Freizeitsport und machen die Anlage zu einem beliebten Treffpunkt für Sportbegeisterte.
Christian Geier erläuterte außerdem die vielfältigen Aufgaben des Amts für Schulen und Sport. Dazu gehören nicht nur die Planung und Unterhaltung der städtischen Sportanlagen, sondern auch die Koordination der Nutzungszeiten der vielen Vereine. Die Platzwarte betreuen sämtliche städtischen Sportstätten und sorgen mit großem Fachwissen dafür, dass die Anlagen dauerhaft in einem ausgezeichneten Zustand bleiben.
Die Teilnehmenden erfuhren, welche Rasenarten und Bodenbeschaffenheiten für unterschiedliche Sportarten erforderlich sind und welcher Aufwand notwendig ist, um insbesondere den Naturrasen ganzjährig in optimalem Zustand zu halten. Während des Rundgangs entwickelte sich ein reger Austausch, bei dem zahlreiche Fragen beantwortet wurden. Viele der Anwesenden kannten die Sportanlagen noch aus ihrer eigenen Schulzeit und verfolgten mit großem Interesse, wie sich das Gelände in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat.

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Foto: Petra Puhane

Zu Gast im Stadttheater Passau

19/6/2026

 
BildFoto: Petra Puhane
Das kühle Innere des Passauer Stadttheaters bot den Mitgliedern und Gästen des Fördervereins des Oberhausmuseums eine willkommene Abkühlung während der sommerlichen Hitze. Verwaltungsdirektor Ralf Schützenberger führte die Gruppe durch das traditionsreiche Haus und gewährte exklusive Einblicke vor und hinter die Kulissen eines modernen Theaterbetriebs.
Neben dem Publikumsraum konnten die Teilnehmenden auch die Bühne sowie sonst nicht zugängliche Bereiche besichtigen. Anschaulich erläuterte Schützenberger, welche organisatorischen und technischen Abläufe notwendig sind, damit jede der zahlreichen Produktionen des Landestheaters Niederbayern auf die Bühne gebracht werden kann. Die Gelegenheit, einen Blick hinter die sonst verborgenen Arbeitsbereiche zu werfen, wurde intensiv genutzt und zahlreiche Fragen fanden ausführliche Antworten.
Ebenso spannend war der Blick in die Geschichte des Gebäudes. Errichtet wurde es 1645 zunächst als Ballhaus des Passauer Fürstbischofs. Allerdings für den damals beliebten Ballsport und nicht für Tanzveranstaltungen. Erst unter Fürstbischof Firmian entstand daraus ein Hofkomödien- und Hofopernhaus. Aus dieser Zeit stammen die frühklassizistische Ausgestaltung sowie die eindrucksvolle Illusionsmalerei an der Decke des Publikumsbereichs. Mitte der 1780er Jahre machte Fürstbischof Auersperg das Theater schließlich auch für die Passauer Bürgerschaft zugänglich.
Nach der Säkularisation ging das Gebäude in den Besitz der Bayerischen Krone über, bevor es 1883 von der Stadt Passau erworben wurde. Die Finanzierung des Theaterbetriebs blieb lange Zeit schwierig. Erst mit der Gründung des Zweckverbands Niederbayerisches Städtebundtheater im Jahr 1952 konnte der Spielbetrieb dauerhaft gesichert werden. Heute setzt das Landestheater Niederbayern diese Tradition fort, wobei die musikalische Sparte ihren Hauptsitz weiterhin in Passau hat.
Auch die jüngere Geschichte des Hauses kam zur Sprache. Die umfassende Generalsanierung zwischen 1989 und 1991 brachte nicht nur eine grundlegende Neugestaltung von Foyer und Eingangsbereichen mit sich, sondern modernisierte auch Bühne und Orchestergraben. Besonders beeindruckend war die ungewöhnliche Lage des Theaters: Es schmiegt sich direkt an den Domfelsen, auf dem die Passauer Altstadt erbaut wurde. An mehreren Stellen tritt der gewachsene Fels im Inneren des Gebäudes sichtbar hervor und prägt den besonderen Charakter des Hauses bis heute. Abschließend berichtete Ralf Schützenberger über die Folgen des verheerenden Hochwassers von 2013 und die Herausforderungen, die dessen Bewältigung für das Theater mit sich brachte.

alle Fotos: Petra Puhane

Neues zum Kloster Niedernburg

22/5/2026

 
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Foto: Petra Puhane
​Zu einem wissenschaftlichen Vortragsabend unter dem Titel „Neues zur Gründung Niedernburgs“ mit Nina Kunze (Universität Marburg) lud der Förderverein Oberhausmuseum am vergangenen Freitag in die Neue Galerie der Veste Oberhaus ein. Die Veranstaltung wurde als Hybridformat durchgeführt und ermöglichte neben den Gästen vor Ort auch zahlreichen Interessierten die Teilnahme über Zoom.
Im Mittelpunkt des Abends standen aktuelle Forschungen der Doktorandin zur frühen Geschichte des Klosters Niedernburg. Nina Kunze stellte dabei neue Überlegungen zur Gründungszeit sowie zur historischen Entwicklung des bedeutenden Passauer Frauenstifts vor. Besonderes Augenmerk galt dabei dem frühen 8. Jahrhundert, das sich aufgrund neuer archäologischer Einordnungen als Gründungszeitraum für Niedernburg anbietet. Die Frage nach einer gründenden Persönlichkeit innerhalb des bairischen Herzogshauses brachte die Referentin auf die Überlieferung zu Pilitrud, die in Passau mit der frühmittelalterlichen Domstiftung in Verbindung gebracht wird.
Anhand von Vergleichen zum Salzburger Frauenstift Nonnberg, das vor 716 ebenfalls von einer bairischen Herzogin mitbegründet wurde, zog Nina Kunze Parallelen zu Passau. Über kunsthistorische Einordnungen konnte sie außerdem verdeutlichen, dass eine Apsismalerei im Passauer Dom vermutlich über Jahrhunderte an Herzogin Pilitruds Stifterinnenfunktion in Passau erinnerte. Wie Kunze erläuterte, erstreckten sich Klostergründungen des frühen Mittelalters häufig über längere Zeiträume und lassen sich deshalb nur schwer auf einzelne Jahre festlegen. Durch die politischen Geschehnisse in Baiern, administrative Bestrebungen der agilolfingischen Herzöge und Parallelen zu Salzburg und Regensburg, konnte die Referentin das Zeitfenster, in dem Herzogin Pilitrud wohl in Passau wirkte, für die mögliche Gründung Niedernburgs einrahmen.
Zum Abschluss des Vortrags wurde die Thematik aus Oberhauser Perspektive weiter vertieft. Vom Aussichtspunkt der Batterie Linde aus ergaben sich bei herrlichem Wetter eindrucksvolle Blickbeziehungen auf das historische Areal Niedernburgs sowie dessen frühere Besitz- und Einflussbereiche. Dabei wurden topographische Zusammenhänge zwischen Kloster, Stadtentwicklung und Herrschaftsstrukturen erläutert und gemeinsam diskutiert.
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Foto: Elena Mühlbauer

Jahreshauptversammlung 2026

16/4/2026

 
BildDie Vorstandschaft (v.l.n.r.): Stefan Loebisch, Hanns Wiegel, Stefanie Buchhold, Herbert Wurster, Elena Mühlbauer, Marie-Kristin Reischl, Mario Puhane, Bernhard Forster, Franz Kreilinger. Es fehlt: Stephanie Holly. Foto: Hannelore Putz
Im Rahmen der diesjährigen Jahreshauptversammlung zog der Förderverein des Oberhausmuseums eine durchweg positive Bilanz seiner Arbeit im vergangenen Jahr.
Die Vorstandschaft berichtete über zahlreiche Aktivitäten und Ankäufe, die durch die Fördergelder ermöglicht wurden. Der erste Vorsitzende Mario Puhane M.A. gab einen Ausblick auf das Programm des laufenden Jahres, während Kassenwart Franz Kreilinger einen Überblick über die Finanzlage präsentierte. Besonders erfreulich ist die Mitgliederentwicklung: Es konnten zahlreiche neue Mitglieder gewonnen werden, darunter viele junge Menschen, die die Angebote des Vereins aktiv nutzen.
Auch die Museumsleitung Dr. Stefanie Buchhold stellte die aktuelle Entwicklung des Oberhausmuseums vor. Die Besucherzahlen zeigen weiterhin einen deutlichen Aufwärtstrend. Die neu gestalteten Vermittlungsangebote werden besonders von Passauerinnen und Passauern aller Altersgruppen angenommen und tragen dazu bei, das Museum wieder stärker im Stadtbild zu verankern. Zudem laufen die Planungen für die Ausstellung zu Ferdinand Wagner im kommenden Jahr bereits auf Hochtouren.
Ein weiterer wichtiger Punkt der Versammlung war die Neufestsetzung der Mitgliedsbeiträge. Diese waren seit der Euro-Einführung im Jahr 2002 unverändert geblieben und wurden nun zeitgemäß angepasst. Turnusgemäß standen in diesem Jahr auch Neuwahlen auf der Tagesordnung, die Robert Weiß leitete. Dabei wurde Marie-Kristin Reischl M.A. zur neuen Schriftführerin gewählt, während die übrigen Vorstandsmitglieder und Beiräte in ihren Ämtern bestätigt wurden.
Den Abschluss der Veranstaltung bildete der Festvortrag der Provenienzforscherin Dr. Anke Gröner. Sie stellte die Ergebnisse ihrer Untersuchungen zu zwei Porträts von Ludwig (Louis) Fleischmann vor, deren Restaurierung der Förderverein mit rund 15.000 Euro ermöglicht hatte. Der in der Forschung bislang wenig beachtete Münchner Maler schuf die Gemälde „Herr im Reitdress“ (1888) und „Dame im Reitkostüm“ (1900), die derzeit in einer kleinen Sonderausstellung im Rittersaal präsentiert werden.

​Weitere Informationen zur Provenienzforschung am Oberhausmuseum finden Sie hier.

Objekte erzählen Geschichte(n). Das Taubenmädchen auf der Veste Oberhaus

26/3/2026

 
BildDr. Alina Bock und Mario Puhane mit den beiden Versionen des Taubenmädchens
Über ihre neuesten Forschungsergebnisse zum Passauer Porzellan berichtete die Kunsthistorikerin Dr. Alina Bock in der Neuen Galerie auf der Veste Oberhaus. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Objekte erzählen Geschichte(n)“ hatte der Förderverein zu einem Werkstattbericht mit anschließender Führung durch die Porzellanausstellung eingeladen.
 
Mehr als 50 interessierte Mitglieder und Gäste nutzten die Gelegenheit, Einblicke in die Geschichte eines der bedeutendsten Passauer Unternehmen um die Jahrhundertwende zu gewinnen, das sich vor allem durch ein künstlerisch anspruchsvolles Produktionsprogramm auszeichnete. Ausgangspunkt des Vortrags war das „Taubenmädchen“, das der Förderverein im Jahr 2005 erwerben konnte. Dieses wurde einer zweiten, späteren Fassung aus dem Museumsdepot gegenübergestellt. Anhand dieser beiden Objekte erläuterte Dr. Bock anschaulich deren Entstehungsgeschichte und stellte erste Überlegungen zu Zuschreibung und Datierung vor. Dabei gab sie Einblicke in die Firmengeschichte und den Entstehungsprozess der kostenbaren Objekte. Ein besonderes Augenmerk galt den bislang kaum erforschten Modelleurinnen und Modelleuren, deren Rolle in der anschließenden Fragerunde intensiv diskutiert wurde.
 
Den Abschluss bildete eine gemeinsame Besichtigung der Porzellanräume in der Dauerausstellung. Dort wurde die beeindruckende Vielfalt des künstlerischen Programms der Passauer Porzellanfirma und ihrer Nachfolgeunternehmen sichtbar: Von Rokokofiguren über Tierdarstellungen bis hin zu modernen Interpretationen biblischer Themen bietet das Oberhausmuseum eine breite Auswahl an Exponaten, die den Teilnehmenden im Rahmen der Führung nähergebracht wurden.


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Jahreshauptversammlung 2025

28/9/2025

 
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​Am Donnerstag fand in der Neuen Galerie auf der Veste Oberhaus die diesjährige Jahreshauptversammlung des Fördervereins des Oberhausmuseums statt.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand in diesem Jahr die Abstimmung über eine Neufassung der Vereinssatzung, da diese dringend an die aktuelle Gesetzgebung angepasst werden musste. In den vergangenen Monaten hatte eine Arbeitsgruppe aus der Vorstandschaft gemeinsam mit dem Beirat Stefan Loebisch eine neue Fassung ausgearbeitet, die nun den Mitgliedern vorgestellt werden konnte. Der erste Vorsitzende, Mario Puhane, führte durch die Änderungspunkte und beantwortete alle Fragen, die im Publikum aufkamen. Im Anschluss stimmten die Mitglieder der neuen Satzung einstimmig zu.

Die Jahreshauptversammlung umfasste auch in diesem Jahr wieder einen Rückblick auf vergangene Veranstaltungen mit hoher Beteiligung. Für das Jahr 2026 wurde eine kurze Vorschau auf die aktuellen Planungen und Themen gegeben. Schatzmeister Franz Kreilinger lieferte einen ausführlichen Bericht über die angefallenen Kosten und Einnahmen. Einer der größten Posten waren die Ausgaben zur Unterstützung der Restaurierung des Ganzkörperporträts „Dame im Reitkostüm“ von Ludwig Fleischmann, das bereits im Februar ins Museum zurückkehrte und bei der Versammlung erneut präsentiert wurde. Frau Dr. Buchhold, die Leiterin des Museums und der Veste, übernahm die Zusammenfassung der Ankäufe und Schenkungen, die das Oberhaus durch den Förderverein erhalten hat. Sie bedankte sich bei den Mitgliedern für ihre finanzielle Unterstützung, durch die größere Projekte wie beispielsweise die Restaurierungsarbeiten realisierbar werden.
Den Abschluss gestaltete Dr. Teresa Lohr, Sammlungsleiterin und zugleich stellvertretende Leiterin des Hauses, mit ihrem Festvortrag „Die Museumssammlung als materielles Gedächtnis der Stadt und ihrer Bewohner“. Der kurze Abriss der Sammlungsgeschichte und die rund 30.000 Objekte im Depot zeigen eindringlich, wie wichtig das Museum als Erinnerungsspeicher für die Stadt Passau und ihre Menschen ist. Deshalb unterstützt der Förderverein das Museum bei ihren wichtigen Aufgaben wie das Sammeln, Bewahren, Forschen und Vermitteln.

Foto: Elena Mühlbauer

Der Förderverein entdeckt die Studienkirche

17/7/2025

 
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Das kühle Innere der Studienkirche St. Michael in der Passauer Altstadt bot am Donnerstagabend Zuflucht vor der drückenden Julihitze. Das sonst nur unregelmäßig zugängliche Gotteshaus öffnete der Kunstreferent der Diözese Passau, Alois Brunner, für die Mitglieder sowie Gäste des Fördervereins und führte kurzweilig durch das gesamte Gebäude und die Krypta. St. Michael war vielen als Schulkirche des Leopoldinums vertraut und stammt aus dem 17. Jahrhundert. Der Auftraggeber war der ortsansässige Jesuitenorden, der vermutlich Pietro Francesco Carlone als Architekten der Wandpfeilerkirche engagierte, die ihr heutiges Aussehen nach dem Stadtbrand von 1662 erhielt. Carlones Sohn Giovanni Battista war für die Ausführungen der Stuckarbeiten vorgesehen, das Altarblatt stammt von Carlo Innocenzo Carlone. Das Familienunternehmen – ein weiteres Mitglied war für die bildhauererischen Tätigkeiten zuständig – schuf innerhalb weniger Jahre ein schlichtes, barockes Gotteshaus, das perfekt auf die Bedürfnisse des Jesuitenordens ausgelegt war. Durch die Fokussierung auf das Mittelschiff lässt sich ablesen, dass die Jesuiten ganz im Sinne der Gegenreformation die Gläubigen in den Mittelpunkt rückten.
Die Kirche entspricht dem typischen „Carlone-Raum“ und besteht aus einer dreischiffigen Wandpfeileranlage mit einem eingezogenen quadratischen Chor. Die Seitenschiffe wurden sehr schmal angelegt, um dem Mittelschiff mehr Raum zu geben. Sie sind mit Stichkappen mit dem Haupttonnengewölbe verbunden. Insgesamt ist der Aufbau sehr modularisiert und Formen wiederholen sich. Alois Brunner stellte wichtige Heiligenfiguren und die Stifterfamilien der Seitenkapellen näher vor. Auffällig ist, dass sich vor allem hier die voluminösen Stuckarbeiten finden, die so typisch für den Barock sind. Das Hauptgewölbe hingegen wirkt fast karg im direkten Vergleich, was ein weiteres Indiz für den Jesuitenorden als Auftraggeber ist. Die ihnen so wichtige Heiligenverehrung fand vor allem in den Seitenkapellen statt, die hier einen hohen Stellenwert einnehmen.
Anschließend betrachtete die Gruppe die später eingezogene Franz Xaver Kapelle ausführlicher. Anders als im Rest der Hauptkirche ist hier üppiger Rokokostuck zu finden. Alois Brunner führte weiter auf die Orgelempore, den Glockenturm und die Seitenemporen über den Kapellen, die sogar mit Öfen ausgestattet waren. Nach der Besichtigung der Sakristei begaben sich abschließend alle Teilnehmenden in die Krypta der Kirche, wo die Führung endete und allerlei Fragen beantwortet wurden.

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Fotos: Mario Puhane

Regensburgfahrt zum Haus der Bayerischen Geschichte

28/6/2025

 
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War Ludwig I. Bayerns größter König? Dieser Frage gingen 35 Vereinsmitglieder am Wochenende in Regensburg auf die Spur. Die Bayerische Landesausstellung 2025 des Hauses der Bayerischen Geschichte nahm das 200-jährige Thronjubiläum des Wittelsbacherkönigs zum Anlass und zeigt noch bis zum 9. November eine Sonderschau zu einem der einflussreichsten Männer Bayerns des 19. Jahrhunderts.
Nach der persönlichen Begrüßung durch das Kutator:innenteam wurde die Gruppe durch den Donausaal geführt und erfuhr dabei mehr über die Veränderungen im Königreich Bayern, als Ludwig 1825 den Thron nach dem Tod Vaters Maximilian I. Joseph übernahm. Der neue Regent legte großen Wert auf Tradition und Bräuche, war gleichzeitig aber auch an der Industrialisierung und am aktuellen Kulturgeschehen interessiert.
Der Höhepunkt: Die Ausstellung zeigt zwei Leihgaben des Oberhausmuseums und des Fördervereins, die für die Mitglieder besonders faszinierend waren. Sie konnten „ihre“ Objekte in perfekter Präsentation bewundern – neben weiteren Exponaten zahlreicher Leihgeber:innen.
Nach einer kleinen Pause und Stärkung im „Wirtshaus im Museum“ übernahmen zwei Studierende der Geschichtswissenschaften der Universität Passau, Maximilian Puhane und Riccardo Rost, die Gestaltung des Nachmittags. Sie führten die Teilnehmenden auf römischen Spuren durch die Regensburger Altstadt. Ein gelungener Abschluss des Tages zwischen bayerischer Geschichte und antiken Wurzeln.

Fotos: Mario Puhane

Auf römischen Spuren in der Passau Innstadt

31/5/2025

 
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Viele Mitglieder des Fördervereins folgten der Einladung zur Führung durch das Römermuseum Kastell Boiotro in der Passauer Innstadt. Dr. Thomas Maurer, Leiter des Hauses, brachte ihnen einen wichtigen Teil des UNESCO-Welterbes "Donaulimes" näher. Im Jahr 2021 erhielten etwa 600 Kilometer der gesamten Donaugrenze des Römischen Reichs diese Auszeichnung. Der langwierige Prozess war durch die enge internationale Zusammenarbeit von Erfolg gekrönt.
Dr. Maurer begrüßte die Teilnehmenden am Vorabend des Welterbetags im Außenbereich des Museums, wo sich bereits Darstellerinnen und Darsteller der Legio II Italica mit dem Aufbau des Lagerlebens beschäftigten. Zum UNESCO-Welterbetag am 1. Juni können Interessierte unter anderem den Alltag, die Handwerkskunst, die medizinische Versorgung sowie das Bogenschießen einer römischen Legion miterleben. Die Mitglieder des Fördervereins hatten hier die Möglichkeit, direkt all ihre Fragen zu stellen und erhielten einen exklusiven Einblick in die aufwändigen Vorarbeiten für das Event.
Die Sonderausstellung "Boiotro (neu) entdeckt! Passau-Innstadt in spätrömischer Zeit", die noch bis zum 15. November 2025 zu sehen ist, präsentiert das vor 50 Jahren wiederentdeckte Kastell Boiotro. Schwerpunkt der Ausstellung sind archäologische Funde aus der eigenen Sammlung, die durch Bestände der Archäologischen Staatssammlung München ergänzt werden und das Leben der Menschen ab der vorrömischen Besiedelung der Innstadt bis zum hohen Mittelalter zeigen.

Weitere Informationen zum Welterbe Donaulimes und zum Museum finden Sie auf den folgenden Seiten:


UNESCO Welterbe Donaulimes (westlicher Abschnitt)
Römermuseum Kastell Biotro Passau

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Fotos: Mario und Petra Puhane

Glanzstücke in Szene gesetzt: Unser Beitrag zur Landesausstellung

14/5/2025

 
BildFoto: Franz Kreilinger
Am 9. Mai 2025 wurde die Bayerische Landesausstellung „Ludwig I. – Bayerns größter König?“ im Regensburger Dom St. Peter eröffnet. Auch Mitglieder der Vorstandschaft des Fördervereins und des Oberhausmuseums waren eingeladen: Franz Kreilinger und Dr. Stefanie Buchhold nahmen gemeinsam mit zahlreichen Gästen aus Politik, Kultur und Denkmalpflege an der Eröffnung teil und konnten die kunstvoll gearbeitete Goldhaube sowie das Votivbild vor Ort in der Ausstellung in Augenschein nehmen.
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Die Ausstellung ist vom 10. Mai bis 9. November 2025 im Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg zu sehen. Der Verein organisiert am 28. Juni einen Besuch mit gemeinsamer Anreise – eine Anmeldung ist online möglich. Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie auf der Website des Hauses der Bayerischen Geschichte.

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Foto: Franz Kreilinger
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Foto: Franz Kreilinger
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