Viele Mitglieder des Fördervereins folgten der Einladung zur Führung durch das Römermuseum Kastell Boiotro in der Passauer Innstadt. Dr. Thomas Maurer, Leiter des Hauses, brachte ihnen einen wichtigen Teil des UNESCO-Welterbes "Donaulimes" näher. Im Jahr 2021 erhielten etwa 600 Kilometer der gesamten Donaugrenze des Römischen Reichs diese Auszeichnung. Der langwierige Prozess war durch die enge internationale Zusammenarbeit von Erfolg gekrönt. Dr. Maurer begrüßte die Teilnehmenden am Vorabend des Welterbetags im Außenbereich des Museums, wo sich bereits Darstellerinnen und Darsteller der Legio II Italica mit dem Aufbau des Lagerlebens beschäftigten. Zum UNESCO-Welterbetag am 1. Juni können Interessierte unter anderem den Alltag, die Handwerkskunst, die medizinische Versorgung sowie das Bogenschießen einer römischen Legion miterleben. Die Mitglieder des Fördervereins hatten hier die Möglichkeit, direkt all ihre Fragen zu stellen und erhielten einen exklusiven Einblick in die aufwändigen Vorarbeiten für das Event. Die Sonderausstellung "Boiotro (neu) entdeckt! Passau-Innstadt in spätrömischer Zeit", die noch bis zum 15. November 2025 zu sehen ist, präsentiert das vor 50 Jahren wiederentdeckte Kastell Boiotro. Schwerpunkt der Ausstellung sind archäologische Funde aus der eigenen Sammlung, die durch Bestände der Archäologischen Staatssammlung München ergänzt werden und das Leben der Menschen ab der vorrömischen Besiedelung der Innstadt bis zum hohen Mittelalter zeigen. Weitere Informationen zum Welterbe Donaulimes und zum Museum finden Sie auf den folgenden Seiten: UNESCO Welterbe Donaulimes (westlicher Abschnitt) Römermuseum Kastell Biotro Passau Fotos: Mario und Petra Puhane
Foto: Franz Kreilinger Am 9. Mai 2025 wurde die Bayerische Landesausstellung „Ludwig I. – Bayerns größter König?“ im Regensburger Dom St. Peter eröffnet. Auch Mitglieder der Vorstandschaft des Fördervereins und des Oberhausmuseums waren eingeladen: Franz Kreilinger und Dr. Stefanie Buchhold nahmen gemeinsam mit zahlreichen Gästen aus Politik, Kultur und Denkmalpflege an der Eröffnung teil und konnten die kunstvoll gearbeitete Goldhaube sowie das Votivbild vor Ort in der Ausstellung in Augenschein nehmen. Die Ausstellung ist vom 10. Mai bis 9. November 2025 im Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg zu sehen. Der Verein organisiert am 28. Juni einen Besuch mit gemeinsamer Anreise – eine Anmeldung ist online möglich. Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie auf der Website des Hauses der Bayerischen Geschichte. Oberbürgermeister Jürgen Dupper (links) mit dem Vorstandsvorsitzenden des Fördervereins Oberhausmuseum Passau e.V. Mario Puhane, Museumsleiterin Dr. Stefanie Buchhold und Kulturreferent Dr. Bernhard Forster (rechts). Foto: Stadt Passau. Vom 10. Mai bis 9. November 2025 zeigt das Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg die Bayerische Landesausstellung „Ludwig I. – Bayerns größter König?“. Im Zentrum steht das politische und kulturelle Wirken Ludwigs I., der von 1825 bis 1848 als König regierte. Zur Ausstellung gehören zwei Exponate aus Passau. Eine davon, eine Goldhaube aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, wird vom Förderverein Oberhausmuseum Passau e.V. als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Die Haube zählt zu den wenigen erhaltenen Originalen dieser Zeit und weist eine filigrane florale Flechtarbeit mit Paillettenverzierung auf. Eine schwarze Schleife am Hinterkopf komplettiert das Objekt, das ursprünglich zu festlichen Anlässen in Kombination mit einer gestreiften Seidenbluse getragen wurde. Die Präsentation dieser Haube in der Landesausstellung steht in einem kulturhistorischen Zusammenhang mit Ludwigs I. Interesse an der Vielfalt regionaler Trachten im Königreich Bayern. Im Rahmen seiner Integrationspolitik förderte der Monarch die Sichtbarkeit lokaler Identitäten innerhalb des jungen bayerischen Staates. Die Auswahl unserer Goldhaube würdigt nicht nur die kulturgeschichtliche Bedeutung regionaler Kleidung im 19. Jahrhundert, sondern auch das Engagement des Fördervereins, der sich für die Erforschung, Erhaltung und Vermittlung regionaler Sachkultur einsetzt. Ebenfalls aus dem Bestand des Oberhausmuseums stammt ein Votivbild von 1833, das an ein drohendes Schiffsunglück an der Passauer Innbrücke erinnert. Das Gemälde zeigt eine detaillierte Stadtansicht mit markanten Kirchenbauten und verweist zugleich auf die Wiederbelebung der Mariahilfwallfahrt unter Ludwig I. |